Geniesser-Ecke, der Gastronomie-Wegweiser für Regionale Spezialitäten, Wein, Gesundheit und Sport - präsentiert vom Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) der Region Heilbronn - Franken  
 
Impressum der Geniesser-Ecke Ausgehideen
Klimaschutz und Enegrieeffizienz in der Gastronomie Klimaschutz in
der Gastronomie
Azubi-Projekt der Gastronomie im Raum Heilbronn Franken Hohenlohe Azubi-Projekt
Informationen über das AOK-PfundsFit-Abnehmbuch und das AOK-PfundsFit-Kochbuch Regional Genießen
Haus der Baden-Württemberger Weine Haus der Baden-Württemb. Weine
PfundsFit - Essen und Ausgehen AOK PfundsFit
Offizielle PfundsFit-Seite der AOK Baden-Württemberg Sport +
Gastronomie
   
PfundsFit-Startseite für Genießer Startseite
Vielleicht macht Ihnen der Fettrechner das Abnehmen leicht. Die Fettrechner-Datenbank ist mehr als die üblichen Kalorientabellen. Zahlreiche Lebensmittel werden mit Kaloriengehalt und Fett aufgelistet. Sie können sich Ihre Ernährung so zusammenzustellen, dass Sie unter der empfohlenen Menge von 60 Gramm Fett pro Tag bleiben. Impressum

 
400 Glühbirnen machen auch mit weniger Watt hell — Die Energiesparmodelle
von acht gastronomischen Betrieben

Die neuen Glühbirnen verbrauchen weniger Strom.

Mit verschiedenen Energiespar-Maßnahmen tragen acht gastronomische Betriebe zur Kosteneinsparung und Umweltentlastung bei.

Scharfes Eck Mühlacker und Pfälzer Hof
Bad Rappenau:

Blockheizkraftwerke

Im Hotel- und Gaststättengewerbe gibt es ganzjährig Bedarf an Wärme zum Beispiel für Warmwasser in Gästezimmern und im Küchenbetrieb und elektrischer Energie (Kühlgeräte und -anlagen, Mindestbeleuchtung, Stand-By-Verbrauch). Das spricht für eine eigene Kraft-Wärme-Kopplungsanlage. Diese Blockheizkraftwerke reduzieren die CO2-Emissionen um 34%. in Zeiten geringer Wärmeabnahme kann die erzeugte Wärme gespeichert werden, damit sie in Stoßzeiten wieder abgegeben werden kann, ohne dass der konventionelle Heizkessel einspringt. Dadurch können die im Pfälzer Hof in Bad Rappenau und im Scharfen Eck in Mühlacker eingesetzten Blockheizkraftwerke voraussichtlich je 1000 zusätzliche Betriebsstunden jährlich erreichen und zusätzlich je zwei Tonnen CO2 jährlich einsparen. Die Preisdifferenz aus Erdgasbezug und vermiedenem Strombezug finanziert die Investitionskosten und erzeugt einen jährlichen Gewinn (nach Abzug aller Kosten, auch des Kapitaldienstes) von über 1.000 Euro.

Pfälzer Hof Bad Rappenau und Café Schoch Mainhardt:
Umstellung auf Erdgas

Die Umstellung von Heizöl auf Erdgas (Reduzierung der CO2-Emissionen um 23%) oder Vermeidung von elektrischer Wärmeerzeugung. Der Pfälzer Hof in Bad Rappenau hat im Herbst 2006 auf Erdgas umgestellt, das Cafe Schoch ist derzeit dabei. Bei Auswahl von erdgasbeheizten Küchengeräten oder Wäschetrocknern kann die Differenz zur Elektrizität (Reduzierung der CO2-Emissionen zur Wärmeerzeugung um 60%) eingespart werden. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist die Substitution von elektrischer Energie ebenfalls interessant, da die kWh Erdgas durchschnittlich zwischen 5 und 7,5 Cent/kWh kostet, während die kWh Strom bei durchschnittlich 12-17 Cent/kWh und damit fast dreimal so hoch liegt.

Rappenhof Weinsberg:
Anderer Stromlieferant

Noch immer ist trotz Liberalisierung des Strommarktes häufig zu beobachten, dass der monopolistische Stromnetzbetreiber gleichzeitig der Stromlieferant ist. Neben ausschließlichen Ökostromanbietern wie Elektrizitätswerke Schönau, Lichtblick, Greenpeace etc. bieten auch die meisten großen Stromversorger entsprechende Tarife an. Damit können die CO2-Emissionen bei der Stromerzeugung ohne Investitionen schlagartig extrem reduziert werden. Diese Möglichkeit hat der Rappenhof Weinsberg wahrgenommen, weshalb sich von 2005 auf 2006 die CO2 -Emissionen um über 50% (ca. 16 Tonnent CO2) vermindert haben. Chefin Elisabeth Wurster denkt auch schon daran, den hohen Wärmebedarf in Hotelzimmern einzudämmen.

Burg Stettenfels Untergruppenbach: 
Die Hälfte der Lampen mit weniger Watt

Ohne künstliches Licht kann man sich heutzutage kein Leben mehr vorstellen. Durch gezielte Auswahl effizienter Leuchtmittel und Leuchten sowie intelligenten Schaltungen kann der Stromverbrauch dafür erheblich reduziert werden. Energiesparlampen benötigen nur etwa 20% der elektrischen Leistung für den gleichen Lichtstrom gegenüber Glühbirnen.
Ein Problem kann die ästhetische Ausstrahlung sein; beispielsweise im Fuggersaal der Burg Stettenfels ist aus Betreibersicht die Glühlampenausführung mit klarem Glaskolben und Dimmbarkeit erforderlich. Die Lösung: die nach oben strahlende Hälfte der 400 Glühbirnen mit bisher jeweils 60 W wird durch 25 W-Birnen ersetzt. Dadurch reduziert sich der Stromverbrauch ohne Investitionen um ca. 5.000 kWh pro Jahr, was ca. 750 € pro Jahr entspricht. Auf die  Atmosphäre hat sich das nicht nachteilig ausgewirkt.

Rappenhof, Kurhaus Bad Rappenau, Arkus Heilbronn:
Küchenlicht einflammig

Häufig kann bei zweiflammigen Leuchten durch Einsatz eines Nachrüstreflektors eine Leuchtstoffröhre bei gleich bleibender Lichtqualität entfernt werden. Dies wurde für die Küchen im Rappenhof und im Kurhaus Bad Rappenau empfohlen. Die Kosten für den Nachrüstreflektor amortisieren sich in diesen Fällen innerhalb von weniger als zwei Jahren. Bei Arkus in Heilbronn reicht die einflammige Bestückung an den meisten Leuchtstellen aus. Bewegungsmelder, Nachlaufrelais, Zeitschaltuhren, Dämmerungsschalter oder die Aufteilung von Schaltkreisen können den Stromverbrauch reduzieren. Diese Möglichkeiten werden häufig durch „Betriebsblindheit“ erst durch einen externen Berater erkannt.

Café Schoch Mainhardt, Pfälzer Hof, Burg Stettenfels:
Neue Fenster

Da die meisten Gebäude der teilnehmenden Betriebe vor der Wirksamkeit von Wärmeschutzverordnungen errichtet wurden, steckt in der zusätzlichen Wärmedämmung oder in der Fenstererneuerung ein hohes Potenzial. Falls eine Außensanierung vorgesehen ist, lohnt sich der Mehraufwand für eine zusätzliche Wärmedämmung sehr schnell. Dies ist voraussichtlich im Scharfen Eck der Fall.
Positive Erfahrungen haben mehrere der teilnehmenden Betriebe bei der Fenstererneuerung oder mindestens einem Glasaustausch gemacht. Neben der Energieeinsparung war hier der Komfortgewinn ausschlaggebend. So verschwinden durch diese Maßnahme Zugluft und unangenehm kalte Flächen, die die Verweildauer der Gäste verkürzten. Wirtschaftliche Maßnahmen sind die nachträgliche Dämmungen oberster Geschossdecken gegen ein Kaltdach. Da hier fast nur in den Dämmstoff investiert werden muss, rechnet sich diese Maßnahme beispielsweise im Pfälzer Hof in ca. fünf Jahren. Auch im Kurhaus Bad Rappenau wird nach der Kompletterneuerung der Klimaanlage die Dachisolierung erneuert. Dort sind auch neue Fenster geplant.
Auch Behelfsmaßnahmen wie z.B. Fugendichtungen in Fenstern und Türen und das Nachstellen der Beschläge können eine wesentliche Komfortverbesserung und Energieeinsparung bringen.

Kälteerzeugung
In Gaststättenbetrieben sind für die hygienische Aufbewahrung von Lebensmitteln Kühl- und Gefrierlager unbedingt erforderlich. Der Kondensator bzw. das Kühlaggregat muss seine Wärme ungehindert abgeben können; häufig werden jedoch eingebaute oder in warmen Räumen aufgestellte Aggregate angetroffen. Hier sind Maßnahmen zur Verbesserung der Wärmeabgabe oder Wärmerückgewinnung mit Wärmepumpen empfehlenswert. Es sollte nur auf die unbedingt erforderliche Temperatur heruntergekühlt werden. Bei begehbaren Kühlzellen sind Türkontaktschalter empfehlenswert, die beim Öffnen der Türe das Licht ein- und den Ventilator ausschalten, das sonst die erzeugte Kälte direkt heraus geblasen wird.

 

 
Ausführliche Informationen
über das Projekt

Umweltschutz und Energieberatung im Gastgewerbe

Modell Hohenlohe